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Ostertrip 2018 – Brügge – Brüssel – Reisebericht – Galerie

By on 7. April 2018

Was machen wir über Ostern? Die Frage stand bis eine Woche vor Ostern immer noch im Raum. Die Idee endlich mal nach Brügge zu fahren gefiel uns beiden direkt und so begannen wir mit der Planung. Viel zu planen gibt es allerdings in Brügge nicht, da die Stadt fußläufig leicht an einem Tag zu durchqueren ist. Wenn man sich 2 Tage Zeit nimmt, hat man aber eigentlich wirklich alles gesehen.

Wir sind also Ostersamstag nachmittags mit dem WoMo losgefahren. Auf dem schnellsten Weg nach Brügge. Da wir erst recht spät losgefahren sind, erreichten wir Brügge auch erst gegen 18 Uhr. Aufgrund von Umleitungen führte uns das Navi auch über schöne Nebenstraßen, welche aber viel Zeit gekostet haben. In Brügge haben wir einfach am Stadtrand geparkt und erstmal Essen gemacht.
Nach dem Essen ging es dann Schnurstracks zu Fuß in die Stadt. Mal ein bischen Brügge-Luft schnuppern bevor wir morgen den ganzen Tag durch die Stadt streuern wollten. Wir sind einfach so ein bischen vor uns hingeschlendert und waren direkt von der Schönheit der Altstadt beeindruckt. Ob es den Namen, Venedig des Nordens, wirklich verdient, vermag ich nicht zu beurteilen da ich noch nie in Venedig war, aber es ist schon sehr schön, auch wenn es letztlich nur eine Handvoll Kanäle gibt in Brügge.

Um diese Jahreszeit (Anfang April 2018) war es touristisch noch ruhig. Abends sowieso. Wir haben festgestellt das ab 18:00 Uhr deutlich weniger Touristen in der Stadt sind. Das macht es dann direkt viel entspannter durch die schönen Gassen zu schlendern. Direkt am Ersten Abend haben wir auch ‚@the Pub‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1806) entdeckt. Eine kleine Kneipe die 100 Biersorten anbietet, davon 3 vom Fass und für fast alle Sorten ist das passende Glas vorhanden. Beeindruckend. Leider muss der Kellner immer motiviert werden zum Tisch zu kommen, freundlich blickt er nie drein, aber er bedient dann sehr schnell und höflich. Wir haben am ersten Abend jeder 2 Biersorten probiert und waren hellauf begeistert. Fest stand also, das am zweiten Abend hier wieder eingekehrt werden würde.

Draussen war es schon dunkel als wir ‚@the Pub‘ verließen um langsam zum WoMo zurück zu kehren. Dort haben wir es uns gut gehen lassen, noch etwas gegessen und den Abend ausklingen lassen. Die Wahl unserers Nachtlagers war allerdings nicht ganz so ruhig wie wir es sonst gewohnt sind. Da wir an einer Hauptstraße standen, wo Nachts, vermutlich aufgrund des kaum vorhandenen Verkehrs, sehr schnell gefahren wird, schüttelte der Fahrtwind eines jeden Fahrzeugs das WoMo jedesmal ganz ordentlich. Insbesondere bei LKW die vorbei fuhren. Nicht angenehm, aber durchaus erträglich.
Am nächsten Morgen entschädigt der Blick auf den schönen Kanal und dessen Wiesen für die ‚windige‘ Nacht. Es ist eben immer wieder sehr schön wenn man mit so einem tollen Blick morgens aufwacht und gemütlich seinen Kaffee trinkt. Wir haben den Tag ruhig begonnen und sind dann wieder aufgebrochen in die Altstadt.
Diesmal allerdings über eine andere Brücke, einfach um über einen anderen Teil der Stadt in die Altstadt zu kommen. Und direkt waren wir bei den alten Windmühlen von denen noch 4 Stück am Rand von Brügge stehen. Die zweite Windmühle (St. Januis Mill – http://s.bjoern-fey.com/ostern1807) ist sogar für Besichtigungen geöffnet. 4 Euro pP sind nicht zuviel für so ein Stück Geschichte. Die Windmühle wackelt und bewegt sich relativ stark so das man kaum glauben kann das diese schon seit 1665 allen Winden und Stürmen widersteht.

Von dort aus sind wir weiter gemütlich durch die Gassen geschlendert, haben schöne Häuser gesehen und standen schließlich an der ‚Choco Story‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1808). Hier leider gab es dann doch erste Anzeichen von Tourismus in Form einer Schlange. Da es für uns beide nicht wichtig war, stand die Schlange bzw. ‚choco Story‘ nicht weiter zur Debatte. Wir sind dann weiter. Am Markt angekommen wollten wir uns das ‚Historic Brügge‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1809) ansehen. Ein Gebäude was auf einem Unterirdischen Fluß steht. Es erzählt die Geschichte eines Lagerhauses das auf diesem Fluß stand und wie das Leben im Jahr 1435 in Brügge war. Der Eintritt allerdings, trotz Staffelungen so horrend und auch hier eine lange Schlange, das wir uns das geschenkt haben. Schlange stehen ist eben nicht unser Ding. 14,50 -19 Euro Eintritt aber auch nicht.

Ein Stück weiter steht der ‚Belfort Turm‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1810). Hier kann man hoch und die Aussicht über die Stadt genießen. Aufgrund einer ebenfalls sehr langen Schlange wollten wir uns das für den Abend aufsparen, wenn weniger Touristen vor Ort sind. Also sind wir schnell um die Ecke, ins ‚Biermuseum‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1811) rein. Sehr liebevoll ist schon der Eingangsbereich gestaltet. Es gibt Werbeschilder aller möglichen Biersorten zu sehen und eine Wand aus Bierdosen. Sehr spannend. Eintritt sind rund 9 Euro pP, was es auch absolut wert ist. Man bekommt ein iPad und Kopfhöhrer. Dieses kann man annehmen, ich finde es jedoch nicht schön. Alle laufen rum wie Smombies und registrieren nur kurz was um sie rum so alles zu entdecken ist. Infotafeln in 4 Sprachen an den Wänden hätten besser funktioniert in meinen Augen. Ich habe es schnell weggesteckt. Für Leute die aber nicht wissen wie Bier gebraut wird, ist es schon nötig. Dadurch das ich genervt von diesem Ding war, habe ich sicherlich auch einiges an Story im Mittelgeschoss verpasst. Aber ich wollte mir eben alles angucken und nicht die ganze Zeit auf dieses Tablet gucken. Trotzdem ist das Museum eine absolute Empfehlung wert!

Danach sind wir gemütlich in Richtung der ‚Bonifatiusbrücke‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1812) gegangen. Leider auch hier Unmengen an Touristen, so das wir auch diese am Abend nochmal besuchen wollten. So haben wir uns um ca 15 Uhr auf den Rückweg zum WoMo gemacht um zu Essen und etwas auszuruhen. Es ist schon sehr schön wenn man sein ‚zu Hause‘ immer in der Nähe hat. Nach dem Essen überkam mich dann die Müdigkeit und ich hab mich ’ne Stunde‘ aufs Ohr gehauen. Wieder aufgewacht, war es für den Belfort Turm leider schon zu spät.

Wir sind dann aber wieder den ersten Weg in Richtung Altstadt gegangen, aber direkt hinter dem Kanal anders gelaufen um noch mehr der schönen Gassen zu entdecken. An der Bonifatiusbrücke war immer noch Tourismus, für Fotos hat es aber diesmal gereicht. Ich wollte später noch Nachtfotos machen, aber die Beleuchtung ist nicht schön, so das diese Bilder nicht sehenswert geworden sind. Dafür sind wir von dort aus ganz andere Wege gegangen. An der Liebfrauenkirche (http://s.bjoern-fey.com/ostern1813) vorbei hin zur Sankt Salvators Kathedrale (http://s.bjoern-fey.com/ostern1814). Eine sehr beeindruckende Kathedrale und eine der größten die ich je gesehen habe. Leider war sie nicht geöffnet, aber auch das Äussere wusste locker zu beeindrucken. Von dort aus führte uns unser Weg wieder zurück zum Markt (http://s.bjoern-fey.com/ostern1815). Dort bewunderten wir noch die schönen Gebäude im Lichte der untergehenden Sonne um dann wieder im ‚@the Pub‘ einzukehren. Diesen Abend gab es für jeden von uns 3 verschiedene Biere. Ebenfalls ausnahmslos sehr lecker. Bier können die Belgier wirklich gut.

Nach dem schönen Abend sind wie wieder sehr gemütlich zurück zum WoMo. Wir wollten am nächsten Morgen nochmal rein nach Brügge, haben uns aber letztlich aufgrund des Wetters dagegen entschieden. Denn es hat eh immer mal wieder zwischendurch genieselt, aber in der Nacht fing es dauerhaft an zu regnen. Da hatten wir keine Lust drauf und entschlossen uns doch noch nach Brüssel zu fahren. Das haben wir dann auch direkt nach dem Kaffee gemacht. Wir wollten zum ‚Atomium‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1816) und ‚klein Europa‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1817) besichtigen. Hier war allerdings der Touristenansturm so groß, das ohne Stau nichtmal in die Nähe zu kommen war. So entschlossen wir uns doch die ‚Comic Route‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1818) zu suchen. Ich hatte mir viele der bekannten Comics in einer Karte markiert und wir machten uns, nachdem wir sehr glücklich, einen Parkplatz mitten in der City gefunden hatten, auf den Weg. Insgesamt haben wir in Brüssel 4,3km hinter uns gelegt. Die City ist auch sehr gut fußläufig zu erleben und beeindruckend künstlerisch. Hier gibts Kunst an jeder Ecke. Am berühmten ‚Mannecken Pis‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1819) war allerdings auch wieder Touristenauflauf angesagt. Bei ‚Jeannecke Pis‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1820) der weniger bekannten Schwesterfigur, war schon deutlich weniger los. Bei ‚Zinnecke Pis‘ (http://s.bjoern-fey.com/ostern1821), dem Hund der beiden, war überhaupt niemand mehr.
Die Comics sind teilweise sehr versteckt oder nur zufällig zu entdecken, teilweise aber so groß und unübersehbar, das es schon das Bild der Straßen prägt. Insgesamt ebenfalls sehr beeindruckend. Nach dieser kleinen Runde durch Brüssel und den insgesamt 17,5km in Brügge, haben wir uns dann auch mal gemütlich aufgemacht in Richtung Heimat.
Das WoMo hat wie immer wunderbar funktioniert und ein 1A zu Hause geboten auf der Reise.
Reisestatistik:
84,18 Euro für Diesel
72,63 Liter Diesel getankt
560,0km Gesamtstrecke
207 Fotos mit 5D3
114 Videos mit Handy
10 verschiedene Biersorten in the Pub
2 Städte
17,5km gelaufen in Brügge
10 std gelaufen in Brügge
4,3 km gelaufen in Brüssel
1:41 Std gelaufen in Brüssel
ca 35l Frischwasser verbraucht